Werner Möller

1920Geburt am 30. Dezember in Lübeck
1936-39Ausbildung zum Zeichner und Grafiker in der Graphischen Kunstanstalt H.G. Rahtgens in Lübeck; Abschluss 1939. Geigenunterricht auf Empfehlung seines Onkels, der ihm eine Geige schenkt.
1939-45Teilnahme am 2. Weltkrieg in Nordfrankreich, Niederlande und Russland. In Gross-Born bei Neustettin Fortbildung zum Vermesser und Kartenzeichner und Bekanntschaft mit Malern und Grafikern, u. a. mit dem österreichischen Maler Ferdinand Stransky.
1943Die ersten Zeichnungen und Aquarelle entstehen.
1944Versetzung nach Frankreich; Zeichnungen und Aquarelle in der Picardie und Normandie.
Der Krieg verwandelt Möller zum Pazifisten, jede freie Minute wird zum Zeichnen und Aquarellieren genutzt - vielleicht auch ein Versuch der Aufrechterhaltung oder auch Wiederherstellung einer heilen Welt in einer Welt des Grauens.
Die Sehnsucht nach Frieden und Versöhnung sollte auch in seinem späteren Leben ein Leitmotiv bleiben - kennzeichnend dafür das „dona nobis pacem“ über seinem Hauseingang und die vielen frühen Reisen ins benachbarte Ausland. Zahlreiche langjährige Freundschaften sind daraus entstanden. Mit der Einladung von Musikern, Lyrikern und bildenden Künstlern besonders auch aus den Ländern jenseits des eisernen Vorhangs (mit mühseligen und langwierigen Einreiseformalitäten) machte er seine Galerie Artica zu einem weit reichenden kulturellen Zentrum.
1945Das Kriegsende bringt ihn nach Cappel-Altendeich; Bekanntschaft mit dem Maler Will Wieger. Neubeginn als freischaffender Grafiker und Maler in Cuxhaven.
1946Er begegnet Grete Meier in Cuxhaven und heiratet sie.
1949Geburt seiner geliebten und mit 50 Jahren vor ihm verstorbenen Tochter Ginster.
Wiederaufnahme des Geigenunterrichts, Pflege der Hausmusik und Aufbau eines kleinen Kammerorchesters.
1950-52Erste Studienreisen zunächst nach Süddeutschland, später nach Paris, Basel und Wien.
1953Reise nach Malaga, Spanien.
1954Studienaufenthalt in Jugoslawien: Begegnung und Freundschaft mit dem Grafiker und Maler Karel Zelenko.
1955Ausstellung in Ljubljana, Slowenien. Studienreise nach Paris: Freundschaften mit Jean Bertholle und Jean Le Moal; Ausstellung in der Galerie Roque - hier beginnt eine lebenslange Freundschaft mit dem Schweizer Pianisten François Gaudard.
1956-67Reisen nach Holland, Norwegen, Griechenland und Israel. Aufträge der Kirchengemeinden Bramfeld und Hilden (Entwürfe für keramische Reliefs und Glasfenster). Aufträge der Stadt Cuxhaven (Entwürfe für Plastiken und Mosaiken).
1964Beginn einer intensiven Zusammenarbeit mit dem Pädagogen und Lyriker Prof. Dr. Gerhard Priesemann.
1965Ausstellungen in den schweizerischen Galerien Bettie Thommen (Basel) und Marbach (Bern). Beginn fruchtbarer Kontakte zu Mark Tobey.
1966Erste Ausstellung von Wandteppichen (art protis-Verfahren, Brno) in Wien.
1967Bau und Eröffnung der Galerie Artica in Cuxhaven, Ort künstlerischer Begegnungen für Menschen aus dem In- und Ausland
1981Ausstellung in Cornwall: Begegnung und Freundschaft mit Georges Dannatt.
1985Ausstellung in der Newlyn Art Gallery in Newlyn, Penwith, England.
1986Ausstellungen in Hamburg und im Goethe-Institut in Hong Kong.
1993Ausstellung in Hafnarfjördur, Island; Studienaufenthalt in der Hafnarborg. Herausgabe des Buches „Begegnungen-Parallelen“
1994Ausstellung in Ljubljana, Slowenien.
1997Erste Anzeichen einer schweren Krankheit.
2006Tod am 13. Juli in seinem Haus in Cuxhaven im 86. Lebensjahr.
 
Werner Möller in seinem Atelier